22. Juli – 26. Juli 2026
Liebe Menschen, liebe Familien,
liebe kleine und große Weltweiterdenker:innen,
Wir laden euch von Herzen zur nächsten Weltweiterwerkstatt ein! Die Weltweiterwerkstatt ist ein offenes, lebendiges und gemeinschaftliches Lern- und Erfahrungsformat. Sie richtet sich ausdrücklich an Familien, freie Geister sowie an Menschen mit Inklusionsbedarf. Uns ist wichtig, dass sich alle willkommen fühlen – mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen, Fähigkeiten, Fragen und Perspektiven. Kinder und Erwachsene können dabei gleichermaßen entdecken, staunen und selbst aktiv werden.
Wann? vom 22. bis 26. Juli 2026
Wo? Hof Sonnenwald im Schwarzwald
Anmeldung bitte vorab per E-Mail an vorstand(ät)wwd-ev.de
Worum geht es? Wandel beginnt im Boden!
Wenn du die Grundlage des Systems – den Boden – regenerierst, verändert sich alles andere mit. In der Praxis der Gemeinschaft Sonnenwald ist das kein Slogan, sondern eine Arbeitsweise: Sie setzen zuerst bei Bodenleben, Humus und Wasserhaushalt an, und daraus folgen ökologische, wirtschaftliche und soziale Effekte.
Beim Humusaufbau geht es darum, organische Substanz im Boden zu erhöhen. Mehr Humus bedeutet mehr Bodenleben, bessere Krümelstruktur, höhere Wasserspeicherfähigkeit und Nährstoffpuffer. Praktisch heißt das: wenig Bodenstörung, ganzjährig bewachsene Flächen, vielfältige Fruchtfolgen, Mulch, Kompost, eventuell Zwischenfrüchte und Untersaaten. Dadurch wird der Boden zum aktiven „Motor“ – Pflanzen wachsen stabiler, Erträge werden weniger wetteranfällig, und Kohlenstoff wird gebunden.
Agroforst erweitert dieses Prinzip in die dritte Dimension. Bäume und Sträucher werden gezielt in die Acker- oder Gemüseflächen integriert. Ihre Wurzeln erschließen tiefere Bodenschichten, bringen Nährstoffe nach oben, schaffen Mikroklimata (Schatten, Windschutz), reduzieren Erosion und fördern Biodiversität. Das Zusammenspiel von Gehölzen und Kulturen stabilisiert das System langfristig. Man verzichtet damit bewusst auf die maximale Kurzfrist-Ernte einer Monokultur zugunsten von Resilienz und Dauerfruchtbarkeit.
Die solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) ist die soziale Entsprechung dazu. Die Gemeinschaft trägt die Kosten des Betriebs gemeinsam und teilt die Ernte. Dadurch entsteht Planungssicherheit für die Bewirtschaftenden, und der Druck, kurzfristig maximale Erträge um jeden Preis zu erzielen, sinkt. Das ermöglicht überhaupt erst, konsequent auf Humusaufbau und Agroforst zu setzen, die sich oft über Jahre auszahlen. Gleichzeitig entsteht ein direkter Bezug zwischen Menschen und Boden: Wer die Anteile bezieht, sieht, wie gewirtschaftet wird, versteht Wetterrisiken und trägt sie mit.
Zusammen gedacht bedeutet der Satz: Man verändert nicht nur Anbaumethoden, sondern ein ganzes System. Indem der Boden wieder aufgebaut wird, entstehen stabilere Ökosysteme, verlässlichere Ernten, gesündere Lebensmittel und eine andere Form des Wirtschaftens, die auf Kooperation statt auf Ausbeutung von Boden und Menschen setzt. Der „Wandel“ beginnt also buchstäblich unten – im Boden – und wirkt dann nach oben in Ökologie, Ernährung und Gemeinschaft.
Gemeinsam möchten wir lernen, erleben, mit anpacken und ins Gespräch kommen. Einblicke in solidarische Landwirtschaft und Kreislaufwirtschaften.
Die Lebenskultur, Organisationsstruktur und Vision der Gemeinschaft Sonnenwald
Lernen durch Tun. Während der Weltweiterwerkstatt laden wir zu vielfältigen Führungen und Mitmachaktionen ein.
Ein Paradies für Kinder
Der Hof Sonnenwald bietet Möglichkeiten zum Erkunden und Mitmachen: Hühner, Kühe und Schweine füttern, Eier sammeln, Schweine kraulen, Kälbchen streicheln, im Stall mithelfen, draußen spielen, entdecken und lernen.
Gleichzeitig gibt es im Haus Sonnenwald viele Rückzugsorte, Ruhebereiche und Raum zum Durchatmen – für Kinder wie für Erwachsene.
Gemeinschaft & Miteinander
Neben dem inhaltlichen Programm ist die Weltweiterwerkstatt vor allem eines: ein Ort des Miteinanders. Wir wollen: Gemeinsam essen, lachen und uns austauschen, abends am Lagerfeuer zusammensitzen. Werwolf spielen, Geschichten teilen und den Tag ausklingen lassen. Zwischendurch in die Nagoldtalsperre springen und baden. Das alles in einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre.
Wir freuen uns auf euch !
Ob ihr als Familie kommt, allein, mit Freund:innen oder mit Unterstützungsbedarf – ihr seid herzlich willkommen. Lasst uns diese Tage gemeinsam nutzen, um voneinander zu lernen, Zukunft greifbar zu machen und Gemeinschaft zu erleben.

